Medienmitteilungen 2011 //
2. Dezember 2011 - SAKnet das Glasfasernetz der SAK wird wie geplant gebaut
Die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) baut in ihrem Direktversorgungsgebiet ein eigenes, leistungsfähiges Glasfasernetz (fiber to the home/FTTH). Per Ende 2011 sind die ersten 1‘800 Kunden in den Gemeinden Herisau, Wildhaus, Walzenhausen und Speicher an das Glasfasernetz angebunden. Jeden Monat werden 500 weitere Haushalte mit Glasfasern der SAK (SAKnet) erschlossen.
Die SAK setzt beim Bau ihrer Glasfasernetze vorhandene Infrastrukturanlagen ein und nutzt so Synergien. Zudem erschliesst sie jeden Endkunden mit vier Glasfasern. Damit wird der Bandbreitenbedarf aller Telekommunikationsanbieter vollumfänglich abgedeckt und der kostspielige Bau paralleler Glasfasernetze ist nicht notwendig. Diese Lösung ist für die Kunden und die Volkswirtschaft doppelt vorteilhaft: Zum einen wird Geld gespart, indem auf doppelte Infrastrukturen verzichtet werden kann, zum anderen werden lästige Behinderungen durch erneute Grabarbeiten auf ein absolutes Minimum reduziert. Ein "offenes Netz" (Open Net) wie es die SAK aufbaut bedeutet, dass verschiedene Telekommunikationsanbieter gleichzeitig ein einziges Glasfasernetz für ihre Dienstleistungen nutzen können. Dabei werden die Glasfasern allen Anbietern zu denselben, äusserst attraktiven Konditionen zur Verfügung gestellt. Dadurch wird kein einzelner Mitbewerber bevorzugt oder diskriminiert. Ein solches Netz fördert Qualität, Innovation und Leistungsfähigkeit - und das zu einem günstigen Preis. Nur so kann ein fairer Wettbewerb im Telekommunikations- und Multimediamarkt entstehen.
Die schnellen Datenleitungen werden allen interessierten Providern zur Verfügung gestellt. Die Provider ihrerseits bieten den Endkunden ihre Dienste (TV, Telefon, Internet usw.) an. Zurzeit nutzen 7 verschiedene ServiceProvider die Glasfasern der SAK. Die SAK ist daran interessiert, das Angebot auf dem SAKnet auszubauen. Mit verschiedenen ‚neuen‘ ServiceProvidern werden diesbezüglich Gespräche geführt.
Stellungnahme zu Medienmitteilung Swisscom vom 2. Dezember 2011
Die SAK hat der Swisscom ein Angebot für die Nutzung der bereits gebauten Infrastruktur unterbreitet. Das Angebot der SAK berücksichtigt die Hinweise der WEKO und ist gesetzeskonform. Es stellt sicher, dass im gesamten direkt versorgten Gebiet der SAK und nicht nur in einigen grösseren Gemeinden, kostengünstige Glasfasernetze gebaut werden können.
Die SAK bedauert sehr, dass die Swisscom auf dieses Angebot verzichtet und nun dieselben Infrastrukturen im Hausanschlussbereich parallel zu den bestehenden SAK Anschlüssen baut. Die volkswirtschaftlichen Nachteile einer parallelen Infrastruktur haben letztlich die Konsumenten zu tragen.
Die SAK wird die von der Swisscom angebotene Einladung zu weiteren Gesprächen gerne annehmen. Mit einer gemeinsam abgestimmten Lösung kann die volkswirtschaftlich unsinnige, parallele Investition verhindert werden und die Anbindung des gesamten direkten Versorgungsgebietes an das Glasfasernetz sichergestellt werden.
Die SAK hält es für eine zentrale Herausforderung, dass im Netzgebiet der SAK mit einer qualitativ hochstehenden und trotzdem kostengünstigen Lösung die Kundenbedürfnisse voll und ganz befriedigt werden können.
Die SAK
Die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) ist der führende regionale Dienstleister für Netze und Energie in den Kantonen St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden. Mit 270 Mitarbeitenden deckt die SAK die ganze Wertschöpfungskette ab: Von der Energiebeschaffung über Planung, Bau, Betrieb sowie Instandhaltung von Netzen und Anlagen bis hin zu Vertrieb und Rechnungsstellung. Über ein leistungsstarkes Verteilnetz werden direkt oder indirekt 440’000 Menschen sicher mit Strom versorgt. Zur Strom- und Wärmegewinnung aus erneuerbarer Energie engagiert sich die SAK weitsichtig im Bau und Betrieb von Stromproduktions- und Wärme-pumpenanlagen und beteiligt sich an entsprechenden Investitionen. Mit SAKnet befindet sich ein Glasfasernetz im Aufbau, welches Privat- und Geschäftskunden die schnelle Datenübertragung ermöglicht.

2 Kommentare
Finde ich gut und die richtige Lösung für die Zukunft. Bleibt zu hoffen dass Swisscom auch bald mitmacht!
Miteinander ist immer die beste Lösung für die Zukunft, so werden am Schluss alle mehr Erfolg haben!
Bin gespannt auf die Alternative zur Swisscom - hoffe, dass bald auch in Stein ein Zweitangebot vorhanden ist, welches mit den Lösungen von Swisscom & Co verglichen werden kann.
Ab wann ist das Angebot in Stein AR geplant?