Herausforderung Strommarktöffnung //
Als Folge der Strommarktliberalisierung in der Schweiz ergeben sich für die Energieversorgungsunternehmen (EVU) ständig neue Herausforderungen. Insbesondere Grosskunden fordern zunehmend klare Antworten und marktorientierte Lösungen von ihren Stromlieferanten. Im Verbund der Energieplattform von den SAK und den Ostschweizer EVU lassen sich die neuen Herausforderungen im liberalisierten Marktumfeld gemeinsam und somit effizient und erfolgreich bewältigen.
Unsere Lösung: Energieplattform - Gemeinsam stark!
Die SAK und Ostschweizer EVU stellen über ihre gemeinsame Energieplattform gebündelte Kompetenz und Ressourcen zur Lösung aktueller Problemstellungen von EVU zur Verfügung. Das Dienstleistungsspektrum der Energieplattform zielt auf die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette der Energie- und Netzwirtschaft ab, d.h. von der Beschaffung bis hin zum Vertrieb. Die Energieplattform leistet sowohl inhaltliche als auch operative Unterstützung, wie z.B. durch die Aufbereitung relevanter Marktinformationen oder die innerbetriebliche Vorbereitung von Reports zur Erfüllung regulativer Vorgaben.
Aktuelle Entwicklungen
Seit dem 1. Januar 2008 ist der Schweizer Strommarkt liberalisiert. In einem ersten Schritt können Grosskunden ihren Stromlieferanten frei wählen. Ab 2014 werden voraussichtlich auch Privatkunden selbst entscheiden können, von welchem Lieferanten sie ihren Strom beziehen wollen. Die Übertragung und Verteilung über das Stromnetz wurde mit der Marktöffnung rechtlich und operativ vom eigentlichen Stromhandel getrennt. Mit Ausnahme der Höchstspannungsebene werden die Stromnetze weiterhin von ihren bisherigen Betreibern bewirtschaftet. In der Ostschweiz sind dies grösstenteils lokale Gemeindewerke und die SAK. Das Stromnetz bildet somit weiterhin ein natürliches Monopol. Seine Bewirtschaftung unterliegt allerdings strengen Auflagen.
Als Folge der Trennung von Netz- und Energiewirtschaft werden Netznutzungsentgelte und Stromlieferungen heute separat verrechnet. Die Organisation des Strombezugs ist für lokale Energieverteilunternehmen und Firmen eine grosse Herausforderung: Für den Zugang zum freien Strommarkt benötigen sie die entsprechende Infrastruktur. Mit der Energieplattform wurde eine wichtige Schnittstelle zum Strombezug für EVU und somit auch für Grosskunden geschaffen.
Profitieren durch gemeinsame Energiebeschaffung
Wenn mehrere Unternehmen gemeinsam Energie einkaufen, erhalten sie bessere Konditionen und können durch die Bündelung von Lastprofilen den Bezug von teurer Ausgleichsenergie und somit auch ihre Beschaffungsrisiken reduzieren. Für ein einzelnes EVU mit seinen begrenzten Ressourcen wären gleichwertige Beschaffungskonditionen in der Regel nicht erreichbar.
Die SAK bietet mit der Energieplattform eine partnerschaftliche Lösung für die EVU an. Die angebotenen Dienstleistungen wurden unter der Mitwirkung eines Beirats entwickelt, der sich aus Mitgliedern der SAK und den beteiligten EVU zusammensetzt. Sie sind somit optimal auf die Bedürfnisse der verschiedenen EVU abgestimmt. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der verschiedenen Dienstleistungen ist durch die enge Zusammenarbeit auch in Zukunft sichergestellt.
Jedes Ostschweizer EVU kann Dienstleistungen von der Energieplattform beziehen. Für grössere EVU mit entsprechend höherem Bedarf, z.B. aufgrund einer grossen Anzahl von Industriekunden mit variablem Energiebezug, lohnt sich allenfalls die vertragliche Partnerschaft mit der Energieplattform.
Vollversorgung auf Wunsch
Die EVU der SAK haben in Zukunft die Möglichkeit, ihr Portfoliomanagement über die Energieplattform abzuwickeln. Das heisst, sie profitieren von der langjährigen Markterfahrung der SAK und können Dienstleistungen für die Erstellung von individuellen Bezugsstrategien beanspruchen. Selbstverständlich wird auch weiterhin die bisherige klassische Vollversorgung mit den sehr attraktiven Preisen der SAK angeboten.
Die Dokumentation „Energieplattform / Gemeinsam stark“ bietet Ihnen einen Überblick über die angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Sie kann auf Anfrage bei der SAK bezogen werden.