nachhaltigkeit

Alles zum Thema Nachhaltigkeit des Berichtsjahrs 2025.

Der gesamte nachhaltigkeitsbericht 

wesentlichkeitsmatrix

Die Wesentlichkeitsmatrix basiert auf einer strukturierten Auswahl der 17 Sustainable Development Goals (SDG) der UNO aus den Bereichen Ökonomie, Umwelt, Soziales und Governance. Sie wird im Dialog mit Interessengruppen und im Abgleich mit aktuellen Nachhaltigkeitstrends regelmässig überprüft und weiterentwickelt, wobei sich die SAK auf diejenigen Themen konzentriert, die sie direkt beeinflussen kann. 

Gesundheit und Wohlergehen

Die Arbeitssicherheit ist bei der SAK ein zentraler Bestandteil der sozialen Nachhaltigkeit und der verantwortungsvollen Unternehmensführung. Durch den gezielten Einsatz geeigneter Schutzbekleidung sowie regelmässige Schulungen und Präventionsmassnahmen werden gesundheitliche Risiken systematisch reduziert. Die Massnahmen zeigen Wirkung und tragen messbar zur Senkung der Betriebsunfälle sowie zur langfristigen Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden bei.

Bezahlbare und saubere Energie

Der Zugang zu nachhaltiger Energie ist essenziell für die Zukunft. Wir investieren in erneuerbare Energien und fördern Energieeffizienz, um eine zuverlässige und umweltfreundliche Energieversorgung sicherstellen. Dazu zählen Projekte im Bereich Windenergie, Photovoltaik, Energiegemeinschaften (vZEV, LEG) und Energieberatungen.  

Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement der SAK ist ein integraler Bestandteil der Unternehmenskultur und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden. Der Fokus liegt auf Prävention, Sensibilisierung und der nachhaltigen Förderung der Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit. Mit gezielten Massnahmen und klaren Strukturen unterstützt das BGM eine langfristig stabile und leistungsfähige Organisation.

Massnahmen zum Klimaschutz

Die SAK verfolgt das strategische Ziel, ihre Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette konsequent zu reduzieren und bis 2040 Netto‑Null zu erreichen. Die Dekarbonisierung basiert auf wissenschaftsbasierten Zielen gemäss SBTi und fokussiert auf Reduktion vor Kompensation. Zentrale Handlungsfelder sind der Umstieg auf erneuerbare Energien in der Wärmeversorgung bei eigenen Gebäuden, die Umstellung der Fahrzeugflotte auf alternative Antriebe, die Reduktion der Netzverluste inklusiv den Rückbau von Freileitungen. Damit positioniert sich die SAK als aktive Treiberin der Energiewende in der Ostschweiz und schafft langfristige Versorgungssicherheit.

Umwelt

Der Klimawandel stellt uns vor enorme ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen. Als regional verankertes Energieunternehmen übernehmen wir Verantwortung und richten unser Handeln konsequent auf eine nachhaltige Zukunft aus. Umwelt- und Klimaschutzstehen im Sinne der Eigentümerstrategie insbesondere über unseren Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 im Zentrum unseres Engagements. 

Treibhausgasbilanzierung (THG-Bilanz)

scope 1

Die grösste Emissionsquelle im Scope1 sind die SF6-Verluste, welche gemäss unseren aktuellen Analysen über 78% der gesamten direkten Emissionen ausmachen. SF6 (Schwefelhexafluorid) wird in Mittel- und Hochspannungsanlagen eingesetzt, um Schaltanlagen zuverlässig zu isolieren. Das Gas weist jedoch ein hohes Treibhausgaspotenzial auf. Ein Kilogramm SF6 Gas hat eine vergleichbare Klimawirkung wie 24.3 Tonnen CO2.  Bereits geringe Leckagen wirken sich deshalb überproportional auf unsere CO2 Bilanz aus. Durch äussere Einflüsse oder unerwartete Störungen an den Schaltanlagen können trotz sorgfältiger Überwachung immer wieder Verluste auftreten. Solche Ereignisse lassen sich nie vollständig ausschliessen. In den vergangenen zwei Jahre sind die SF6-bedingten Emissionen zudem deutlich gestiegen, weil infolge von Druckabfall und kleineren Havarien SF6-Gas nachgefüllt werden musste, um die Isolation zu gewährleisten.

Mit dem strategischen Entscheid, künftig auf fluorgasfreie Mittelspannungsanlagen zu setzen, reduzieren wir diese Emissionsquelle langfristig. Dieser Technologiewechsel ist ein zentraler Schritt, um die Abhängigkeit von SF6 zu verringern und die direkten Emissionen dauerhaft zu senken.

Ein wichtiger Faktor bei den fossilen Brennstoffen in Scope 1 ist auch der Betrieb von Wärme-Contracting Anlagen. Bei einer längeren technischen Störung an einer grossen Contracting-Wärmepumpe mussten wir eine Gasheizung einsetzen, was zum Anstieg der Emissionen geführt hat. 

scope 2

Der grösste Anteil der Scope 2 Emissionen ist auf Netzverluste für die Eigenproduktion von erneuerbarem Strom zurückzuführen. Die Reduktion von Netzverlusten erfolgt einerseits durch technische und betriebliche Massnahmen im Netzbetrieb. Für die nach diesen Massnahmen verbleibenden Netzverluste setzen wir Herkunftsnachweise ein, welche die Emissionen in der Treibhausgasbilanz reduzieren. Die Herkunftsnachweise führen jedoch im Unterschied zu den technischen und betrieblichen Massnahmen nicht zu einer Senkung der physikalischen Netzverluste.

Durch den Zukauf von Herkunftsnachweise (HKN) für die Netzverluste konnte SAK so im Jahr 2025 die anrechenbaren Treibhausgasemissionen der Netzverluste in erheblichem Umfang reduzieren. Dies ist der Hauptgrund für den Rückgang der bilanzierten Emissionen um rund 97% im Scope 2. Die energiebezogenen indirekten Treibhausgasemissionen der SAK entstehen zudem durch den Bezug von Fernwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage vor Ort. 

scope 3

Die Scope 3 Emissionen sind überwiegend vom Einkaufsvolumen sowie von externen Markt- und Lieferkettenentwicklungen abhängig, was zu jährlichen Schwankungen führen kann. Dies zeigte sich 2025 in einem Anstieg von 8.4% der Emissionen aufgrund von eingekauften Waren und Dienstleistungen. Im Jahr 2025 wurde der Fokus auf die Weiterentwicklung der Datengrundlagen sowie auf prioritäre Emissionskategorien gelegt. Parallel dazu wurden Vorbereitungen zur stärkeren Einbindung von Lieferanten und zur Verbesserung der Datenqualität entlang der Wertschöpfungskette fortgeführt. 

Soziales / mitarbeiter

arbeitssicherheit und gesundheit

Im Jahr 2025 hat die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) die soziale Nachhaltigkeit gezielt weiterentwickelt und die Arbeitssicherheit als Handlungsfeld priorisiert. Mit dem Ausbau der Funktion des Sicherheitsbeauftragten wurde ein bewusstes und nachhaltiges Signal gesetzt: Der Schutz der Mitarbeitenden wird als Führungsaufgabe verstanden und als integraler Bestandteil einer verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Unternehmensführung verankert. 

betriebliches gesundheitsmanagement

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) legt 2025 einen Schwerpunkt auf Prävention, Sensibilisierung und nachhaltige Entwicklung der Mitarbeitenden. Ziel ist es, Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu fördern sowie die bewusste Eigenverantwortung der Mitarbeitenden für ihre Gesundheit langfristig zu stärken.

corporate Governance

Risikomanagement und Compliance

Die SAK verfügt über ein auf den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung ausgerichtetes Risikomanagement. Der Verwaltungsrat wird regelmässig informiert und erhält jährlich eine detaillierte Risikoanalyse. Die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und Normen ist in den Grundsätzen der SAK verankert. Die Geschäftsleitung erhält quartalsweise Berichte zu relevanten Gesetzes- und Verordnungsänderungen, insbesondere in den Bereichen Energie, Fernmeldewesen sowie Datenschutz.

internes kontrollsystem

Die SAK verfügt über ein von der Revisionsstelle anerkanntes internes Kontrollsystem zur Vermeidung wesentlicher Fehler im Jahresabschluss. Alle wesentlichen Prozesse (Assurance-Objekte) werden mindestens einmal jährlich stichprobenartig überprüft. Die Ergebnisse werden in den Quartalsberichten festgehalten.

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