Unsere Highlights
Die vier Geschäftsbereiche präsentieren ihre Highlights des Berichtsjahrs 2025.
Wärmeverbund Herisau
Die Gemeinde Herisau hat die Entwicklung, Realisierung und den Betrieb neuer thermischer Netze nach einer öffentlichen Ausschreibung an die SAK vergeben. Kern des Projekts ist die Zusammenführung zweier Teilnetze – einem kalten und einem warmen Netz - zu einem effizienten Verbund, der die regionale Wärmeversorgung nachhaltig stärkt. Hauptquellen sind Abwärme aus der ARA Bachwis und Erdwärme; zur Spitzenlastabdeckung ist in der Heizperiode ein Holzheizkraftwerk vorgesehen. Damit leistet das Vorhaben einen substanziellen Beitrag zur lokalen Energiewende und unterstützt Herisaus Zielpfad Richtung Netto‑Null. Die Planung startet mit dem Vorprojekt ab 2026; der Projektentscheid ist 2027 vorgesehen. Das neue Wärmenetz schafft ökologischen, wirtschaftlichen und langfristig tragfähigen Mehrwert.
Sanierung der Kraftwerke am Rheintaler Binnenkanal
Mit dem Abschluss der ökologischen Sanierung der drei Wasserkraftwerke entlang des Rheintaler Binnenkanals – Lienz, Blatten und Montlingen – hat die SAK 2025 einen wichtigen Meilenstein für den Gewässerschutz erreicht. Die Massnahmen, 2016 vom Kanton St.Gallen verfügt und basierend auf der Revision des Gewässerschutzgesetzes von 2011, stellen die vollständige Durchgängigkeit für rund zwei Dutzend Fischarten sicher. Seit 2021 wurden an allen Standorten neue Fischtreppen, Fischabstiegsklappen sowie Horizontalrechen mit engem Stababstand installiert, die eine sichere Fischwanderung flussauf- und flussabwärts ermöglichen. Die Sanierung des letzten Kraftwerks in Montlingen erforderte eine Stilllegung von Oktober 2023 bis November 2024; 2025 wurden die Restarbeiten abgeschlossen. In einer koordinierten Wirkungskontrolle wird seit der Wiederinbetriebnahme das Wanderverhalten von mit Passivsendern markierten Fischen erfasst. Erste Auswertungen bestätigen die hohe Wirksamkeit der neuen Anlagen – ein bedeutender Gewinn für die Biodiversität und ein zentraler Beitrag zu einer ökologisch verträglichen Wasserkraftnutzung.
adriano tramèr
Leiter Produktion
100in100 – Uzwil macht Tempo
Mit 100in100 hat SAK (St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerk AG) gezeigt, wie die Energiewende konkret und partnerschaftlich gelingt. Standardisierte Pakete, effiziente Prozesse und die enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren führten zu hoher Nachfrage: Rund 300 Interessierte und über 170 Sanierungskonzepte bestätigen den Bedarf. Mit mehr als 80 realisierten Anlagen und einem vervierfachten Heizungsersatz gegenüber dem Vorjahr wurde in Uzwil echte Wirkung erzielt. «86 realisierte Projekte – das ist eine top Leistung», betont Gemeindepräsident Lucas Keel. Das Projekt hat zudem eindrücklich bewiesen: Energiewende geht nur zusammen. Das Zusammenspiel von Gemeinde Uzwil, Kanton St.Gallen, Energieagentur St.Gallen, lokalen Handwerksbetrieben , der gemeinnützigen Genossenschaft 42hacks und der SAK hat funktioniert – und gemeinsam wurde möglich gemacht, was zuvor kaum vorstellbar schien. 100in100 steht damit für ein skalierbares Zukunftsmodell: Komplexität reduzieren, Nachfrage bündeln und SAK als starke Partnerin in einer gemeinsamen Energiebewegung positionieren.
Launch SAK Energiemanager
Mit dem SAK Energiemanager hat SAK ein Produkt eingeführt, das den Wandel der Energiewelt aktiv mitgestaltet. Die Lösung macht Energieflüsse sichtbar und vernetzt Geräte intelligent – ein Schritt, der zeigt, wie digitale Innovation zu echter Wirkung wird. Für unsere Kundinnen und Kunden entsteht neue Freiheit: mehr Transparenz, mehr Eigenständigkeit, mehr Kontrolle über ihren Energiealltag. Für SAK öffnet sich der Weg in daten- und servicebasierte Geschäftsmodelle von morgen. Als strategischer Baustein legt der Energiemanager die Grundlage, für Teilhabe an Flexibilitätsmärkten, dynamischen Tarifen und intelligentem Lastmanagement. Schulungen, Einführungsangebote, Landingpages und ein gezielter Soft Launch ermöglichen eine skalierbare Markteinführung. Der SAK Energiemanager steht damit für den Aufbruch in eine Ära, in der Hardware, Software und Daten zu echten Energiedienstleistungen verschmelzen – und wir gemeinsam neue Märkte gestalten.
marc kargel
Leiter Energielösungen
Investitionen in die Versorgungssicherheit
Die Versorgungssicherheit bleibt unser Kernauftrag – und 2025 haben wir dafür über 30 Millionen in den Ausbau und die Modernisierung unseres Verteilnetzes investiert. Ein Schwerpunkt war die Erneuerung des Unterwerks Oberbüren, das wir fit für die Zukunft machten. Der anhaltende Zubau von Photovoltaikanlagen sowie die zunehmende Elektrifizierung im Zuge der Dekarbonisierung führen zu deutlich höheren Anforderungen an das Niederspannungsnetz. Um die dafür erforderlichen Netzkapazitäten sicherzustellen, wurde der Ausbau des Niederspannungsnetzes gezielt vorangetrieben und beschleunigt. Mit dem Ersatz von Betonmasten-Transformatorenstationen und der Auswechslung älterer Transformatoren durch verlustoptimierte Modelle steigern wir die Effizienz nachhaltig. Zudem erhöhen wir gezielt den Verkabelungsgrad, was nicht nur die Verfügbarkeit des Netzes erhöht, sondern auch das Landschaftsbild entlastet. Ein weiterer Meilenstein ist die Übernahme der Elektra Grub AR im Kanton Appenzell-Ausserrhoden. Damit erweitern wir unser Netzgebiet und sorgen dafür, dass Kundinnen und Kunden von einer sicheren Versorgung und tieferen Strompreisen profitieren können.
Umsetzung des Mantelerlasses – eine grosse Herausforderung
Der Mantelerlass prägte das Jahr 2025 wie kaum eine andere regulatorische Neuerung. Die Reform verfolgt das Ziel, den Ausbau erneuerbarer Energien – insbesondere in den Wintermonaten – konsequent voranzutreiben und gleichzeitig den Stromverbrauch zu reduzieren. Für Energieversorgungsunternehmen wie die SAK bedeuteten die umfangreichen gesetzlichen Anpassungen tiefgreifende Veränderungen mit direkten Auswirkungen auf Prozesse, Daten und IT-Systeme. Im Zuge der Reform wurden vier Gesetze sowie sieben Verordnungen umfassend überarbeitet. Besonders betroffen waren zentrale Geschäftsprozesse der Netzbetreiber, darunter Abrechnung, Datenmanagement und Tarifstrukturen. Die Vielzahl der geforderten Anpassungen musste parallel in den bestehenden Systemlandschaften umgesetzt werden – eine Herausforderung, die hohe Koordinations- und Ressourcenaufwände erforderte. Gleichzeitig war es notwendig, zahlreiche neue Stammdaten aufzubauen und laufend zu pflegen, um eine reibungslose Einführung sicherzustellen.
Für unsere Kundinnen und Kunden konnten wir trotz der hohen Komplexität verschiedene nutzerfreundliche Lösungen bereitstellen. So lassen sich beispielsweise lokale Vermarktungsmöglichkeiten für dezentral produzierten Strom direkt über unsere Website mittels Teilnehmercheck und Onlineformularen prüfen und anmelden. Die Entwicklungen des Jahres 2025 zeigen deutlich: Die regulatorischen Anforderungen steigen weiter an – und damit auch die organisatorischen und technischen Herausforderungen für die Netzbetreiber.
jürg solenthaler
Leiter Netz
Partnerschaften, die den Glasfaserausbau beschleunigen
Mit den FTTH-Projekten in Volketswil und Wiesendangen hat die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) 2025 ihre Position im ICT-Kerngeschäft weiter gestärkt. Gemeinsam mit Swiss FibreCo planen, bauen und betreiben wir zukunftsweisende FTTH-Infrastrukturen und leisten damit einen wirkungsvollen Beitrag zum Schweizer Glasfaserausbau. Die Kooperation mit Swisscom in Wiesendangen zeigt unsere pragmatische, lösungsorientierte Haltung: Durch die Vermeidung von Doppelausbauten werden Rollouts beschleunigt und Ressourcen effizient genutzt. Mit unserer Open-Access-Strategie fördern wir Wettbewerb und Wahlfreiheit und schaffen nachhaltigen Mehrwert für die Bevölkerung. Die Gemeinden bestätigten den Nutzen unserer Arbeitsweise: minimale Eingriffe, Nutzung bestehender Infrastrukturen und transparente Kommunikation. Die Projekte verdeutlichen, wofür SAK steht: technische Exzellenz, Verantwortung in der Skalierung und starke Partnerschaften – als Grundlage für unsere wachsende Rolle im FTTH-Markt.
Telekommunikations-Partnerschaft mit dem FC St.Gallen 1879
Der Start der Telekommunikations-Partnerschaft mit dem FC St.Gallen 1879 war für SAK weit mehr als ein klassischer Sponsoringabschluss: Er unterstreicht unsere regionale Identität und unseren Anspruch, Menschen täglich verlässlich zu verbinden. Als Premium Sponsorin und Telekommunikationspartnerin schaffen wir Nähe – digital und physisch. Besonders stolz sind wir auf den SAK Familiensektor, die Formate über das Spielfeld hinaus und das konsequente Storytelling. Die Partnerschaft zeigt, wie wir Marke, Emotion und Infrastruktur verbinden und warum SAK in der Ostschweiz fest verankert ist. In der operativen Umsetzung überzeugten präzise abgestimmte Prozesse zwischen SAK, Partnern und FCSG - von LED-Banden über Pressewände bis zu CI-Übergaben. Das stärkt Glaubwürdigkeit und beweist Sponsoring mit Substanz. Mit den Grüewiss-Mobile Abos bieten wir Fans echten Mehrwert: Unterstützungsbeiträge für die Future Champs Ostschweiz, Vorteile für myFCSG und ein emotionales Produkt, das «Immer in Verbindung» erlebbar macht. Der kreative Launch-Film brachte die Essenz der Partnerschaft auf den Punkt: Emotion × Glasfaser – Ostschweizer Energie, verbunden durch Technologie. Diese Partnerschaft steht für Technologie mit Haltung, Nähe und Innovation im Sponsoring – ein sichtbarer Beitrag zu unserer ICT-Strategie und Markenpositionierung.
andreas schwizer
Leiter ICT