Anergienetz Gais

Die SAK realisiert in Gais das innovativste Rechenzentrum der Ostschweiz. Nebst höchster Energieeffizienz und Verfügbarkeit wird mittels Fassaden- und Dachmodulen Strom aus Sonnenenergie produziert und die Abwärme genutzt, die beim Kühlen der Racks entsteht. Mit dieser Abwärmenutzung betreibt die SAK zukünftig neben Fernwärmeverbunden auch ein Anergienetz.

Wie funktioniert das Anergienetz?

Ein Anergienetz ist ein Niedertemperaturnetz. Die Abluft des Rechenzentrums wird über einen Wärmetauscher in das Niedertemperaturnetz transformiert und verteilt. Das Netz wird mit einer Wasservorlauftemperatur von rund 20 °C und einer Rücklauftemperatur von minimal 14 °C betrieben. Beim Endverbraucher wird mittels einer Wärmepumpe das gewünschte Temperaturniveau für die Heizung zur Verfügung gestellt.

Saubere Energie für die Region

Dank dem Anergienetz wird die Abwärme des Rechenzentrums vollumfänglich genutzt – und entweicht nicht in die Atmosphäre. Die SAK bietet ihren Kunden damit eine saubere Wärmeenergie aus der Region zu einem konkurrenzfähigen Preis an.

Weiteres Vorgehen

Das Rechenzentrum soll Ende 2017 in Betrieb gehen. Zu Beginn wird mit einer Teilauslastung gerechnet. Die zur Verfügung stehende Wärmeenergiemenge wird aber kontinuierlich gesteigert. Beim Endausbau des Rechenzentrums steht dem Anergienetz Gais eine Wärmeleistung von rund 1.5 Megawatt konstant zur Verfügung. Nebst der Bergkäserei Gais können damit ca. 150 Einfamilienhäuser von der Wärmeenergie profitieren.